Endoprothetik
Patienteninformation
Das künstliche Hüftgelenk
Das Hüftgelenk wird weltweit am häufigsten künstlich ersetzt. Die Anlage als typisches Kugelgelenk hat eine schnelle Entwicklung entsprechender Endoprothesen ermöglicht.
Die Arthrose des Hüftgelenkes äußert sich durch ziehende Schmerzen, die von der Leiste entlang der Oberschenkelvorderseite in der Regel bis zum Knie ausstrahlen sowie durch eine Einschränkung der Beweglichkeit bei der Drehung und Beugung. So ist beispielsweise das An- und Ausziehen der Schuhe und Strümpfe schmerzhaft eingeschränkt. Wenn durch zunehmende Schmerzen, ein damit verbundener Medikamentenbedarf und eine eingeschränkte freie Gehstrecke die Lebensqualität sinkt, wird der behandelnde Arzt bei der klinischen und röntgenologischen Untersuchung den fortgeschrittenen Verschleiß des Hüftgelenkes feststellen und Notwendigkeit eines Gelenkersatzes empfehlen.
Neben dem gebrauchsbedingten Verschleiß des Hüftgelenkes, der unterschiedlich schnell voranschreiten kann, kann dieser auch sekundär, also in Folge anlagebedingter Formveränderungen (z.B. Hüftdysplasie), nach Unfällen oder Infekten aber auch nach Durchblutungsstörungen (Hüftkopfnekrose) auftreten. Letztlich kommt die Hüftendoprothese auch in der Versorgung von Schenkelhalsbrüchen zum Einsatz.
Indikationen zum künstlichen Ersatz des Hüftgelenkes können also bei verschiedenen Altersgruppen und damit auch sehr unterschiedlicher Knochenqualität bestehen. Eine unbegrenzte Haltbarkeit solcher Endoprothesen kann leider nicht garantiert werden, so dass auch Wechseloperationen berücksichtigt werden müssen, die nicht zuletzt als Folge der zunehmenden Lebenserwartung immer häufiger werden.
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